Durch das weite Tal zwischen Asse und Elm schlĂ€ngeln sich zwei FlĂŒsse der Stadt Braunschweig entgegen, die Altenau und die Wabe. Unterhalb des Dorfes Apelnstedt steht unmittelbar an der Wabe die ehemalige ErbmahlmĂŒhle, die mit zwei GĂ€ngen arbeitete und nach Apelnstedt eingepfarrt war. Urkundlich wird die Niederlassung, eine alte SassengrĂŒndung, zuerst im Jahre 1042 erwĂ€hnt. Damals unter dem Namen Abolder Stetin. 200 Jahre spĂ€ter hieĂ der Ort Apelderstede, aus dem im Laufe der Zeit der Name Apelnstedt entstanden ist. Der Name ist auf das althochdeutsche Wort Apholtra = Apfelbaum zurĂŒckzufĂŒhren. Das Pfarrdorf Apelnstedt hatte Ende des 18. Jahrhunderts neben der Kirche und der Opferei 5 Ackerhöfe, 5 HalbspĂ€nnerhöfe, 7 Kothöfe und 2 Brinksitzerstellen. Insgesamt wohnten zu der Zeit 129 Einwohner hier. Die Pfarre, zu der Volzum als Tochter gehörte, vergab der Landesherr, die Opferei das Konsistorium. Inmitten des Dorfes liegt noch heute der "Linden-Thie", ein ehemaliger Versammlungsplatz.
Wenn man von Salzdahlum kommt und sich Apelnstedt nĂ€hert, bietet sich ein Dorfbild, das von einer mĂ€chtigen Eiche und der an die StraĂe gerĂŒckten Kirche charakterisiert wird. Schon der Turm und das langgezogene Kirchenschiff lassen erkennen, dass der Bau erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist und sich in seiner Formgebung wesentlich von den alten Dorfkirchen in den Nachbargemeinden unterscheidet. Von der alten mittelalterlichen Kirche wurde beim Neubau kaum etwas erhalten. Ein Schlussstein aus dem Gewölbe mit einem siebenstrahligen Stern, um den in gotischen Kleinbuchstaben die Jahreszahl 1455 geschrieben steht, wurde wiederverwandt und erinnert an die Vergangenheit.
Apelnstedt gehörte frĂŒher zum Amt Salzdahlum und war somit ein Teil des Darlingaus. Erst mit dem Gertrudischen Brautschatz kam das gesamte Amt Salzdahlum an Heinrich den GroĂmĂŒtigen. SpĂ€ter wurde es mit dem Residenzamt Braunschweig vereinigt. Die DomĂ€neneinkĂŒnfte und GrundstĂŒcke verwaltete die Kammerpachtung zu Salzdahlum.
Die Apelnstedter MĂŒhle war frĂŒher auch fĂŒr Salzdahlum zustĂ€ndig. Dort, an der StraĂe zwischen Apelnstedt und Hötzum gelegen, sollten Sie einen Wochenendspaziergang beginnen.